Wie installiert man zu Hause einen Server

In den eigenen vier Wänden einen Server aufzusetzen ist definitiv kein Hexenwerk und mitunter noch nicht einmal teuer. Trotzdem gibt es dabei nennenswerte Hürden, die weit über den offensichtlich hohen Stromverbrauch hinausgehen. Selbst wenn man einen Server benötigt, sollten also auch Alternativen wie zum Beispiel virtuelle Server in Betracht gezogen werden.

Wie kommt ein Server in das eigene Wohn- und Arbeitszimmer?

Ein Server ist im Endeffekt „nur“ ein Computer, der immer läuft und innerhalb des Netzwerkes bestimmte Dienste bereitstellt. Mit dem Server lassen sich beispielsweise Geräte in einem Smart Home steuern, Daten speichern oder Medien auf verschiedenen Geräten streamen. Da es letztlich eben nur ein Computer ist, kommt als eigener Server durchaus auch ein alter PC oder sogar nur ein Mini-Computer wie ein Raspberry Pi in Frage. Auf diesen würden Anwender das Betriebssystem installieren, den Server dann mit dem Netzwerk verbinden und die Dienste aufsetzen, schon kann dieser fortan 24 Stunden am Tag arbeiten.

Was sich in der Praxis relativ leicht anhört, ist aber nicht frei von Hürden und Hindernissen. Ganz offensichtlich würde selbst ein Mini-Computer, der als Server rund um die Uhr läuft, die eigene Stromrechnung in die Höhe treiben. Außerdem könnte die Upload-Geschwindigkeit in den eigenen vier Wänden ein Flaschenhals sein. Privatanwender-Internetanschlüsse haben zwar oftmals sehr schnelle Download-, aber auch sehr langsame Upload-Geschwindigkeiten. Das wäre für den Server, der natürlich immer uploaden muss, problematisch. Wechselnde IP-Adressen und die Notwendigkeit Ports öffnen zu müssen sind weitere Stolperfallen.

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Statt physischem Server lieber einen vServer nutzen?

In diesem Fall „steht“ im physischen Sinne zwar kein Server im eigenen Zuhause, dafür wird der Server aber virtuell bereitgestellt. Die eben erwähnten Nachteile beim physischen Betrieb würden dann nicht mehr zutreffen. Stattdessen suchen sich manche Heimanwender einen Anbieter für einen vServer. Der eigentliche physische Server steht dann in einem Rechenzentrum mit Gigabit-Anbindung, das gewährleistet hohe Upload- und Downloadgeschwindigkeiten. Anwender buchen damit gewissermaßen einen Teil des physischen Servers, der virtuell von anderen Teilen und anderen Anwendern abgegrenzt wird.

Das hat grundlegende Vorteile:

  •  Die Anfangsinvestitionen in die physische Hardware entfallen komplett.
  •  Ressourcen lassen sich bei Bedarf über eine Tarif- und Vertragsanpassung flexibel skalieren.
  •  Die dauerhafte Erreichbarkeit und technische Pflege obliegen dem Anbieter statt dem Endverbraucher.
  •  Es sind keine DNS- oder Port-Basteleien notwendig.

Softwaretechnisch bleiben Anwender damit ebenso flexibel. Für die genutzten Dienste ist natürlich der Anwender verantwortlich, deshalb sollte man dahingehend auch immer einen Blick auf etwaige Updates und Sicherheitslücken haben. Erst kürzlich gab es beispielsweise wieder Attacken auf Sharepoint und neue Angriffsvektoren auf Windows Server. Beide lassen sich auch auf einem vServer nutzen.

Wie installiert man zu Hause einen Server

 

Was könnte man mit dem eigenen Server anstellen?

Dem sind grundsätzlich, sofern der vServer genügend Leistung mitbringt, keine Grenzen gesetzt. Häufig werden sie als zentrales und abgegrenztes Backup-System genutzt oder beispielsweise als Passwort-Manager. Wer gern Multiplayer-Spiele spielt, könnte auch da seine eigenen Server hosten. Zudem lassen sich die Server als Entwicklungs- und Testumgebung nutzen, was für Hobby-Coder oder Freiberufler eine attraktive Option ist.

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