Strompreise 2024: Das ändert sich für Verbraucher

Im Zuge der Sparmaßnahmen der Bundesregierung war die Sorge vor steigenden Strompreisen zu Beginn des Jahres hoch – doch entgegen erster Erwartungen sind die Preise Anfang 2024 sogar gefallen. Diese Entwicklung eröffnet den Verbrauchern neue Möglichkeiten, aktiv ihre Energiekosten zu senken, da viele Tarife momentan deutlich günstiger sind. Während die Kosten für Energie in den letzten Jahren generell steigen, bietet das Jahr 2024 also auch positive Aussichten für die Strompreisentwicklung – insbesondere für diejenigen, die bereit sind, ihren Anbieter zu wechseln.

Wegfall der Strompreisbremse – ist ein erneuter Anstieg der Kosten zu befürchten?

Mit dem Auslaufen der staatlichen Unterstützung und der Strompreisbremse zeichneten sich zu Beginn des Jahres bedeutende Veränderungen auf dem Energiemarkt ab – das Wichtigste zur Strompreisbremse bestand schließlich darin, dass sie bislang eine Obergrenze für die Strompreise festlegte. Die bisher von der Bundesregierung geleisteten Zuschüsse, die vor allem der Abfederung der Netzentgelte dienten, entfallen – parallel dazu sorgt die Anhebung der CO2-Bepreisung für weiteren finanziellen Druck, da sie die Kosten für die Energieerzeugung aus fossilen Quellen erhöht.

Strompreise 2024

Auch wenn diese Entwicklungen eine spürbare Verteuerung der Energiekosten, vor allem für gewerbliche Abnehmer, vermuten lassen, ist die Situation aktuell vergleichsweise entspannt. Während viele Unternehmen und Privathaushalte mit höheren Belastungen gerechnet haben, zeigen einige Energieversorger Entgegenkommen, indem sie die gestiegenen Kosten nicht vollständig an die Verbraucher weiterreichen. Dieser Umstand bietet Verbrauchern die Möglichkeit, durch einen Anbieterwechsel einiges an Geld zu sparen.

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Weiter sinkende Strompreise sind unwahrscheinlich

Die jüngsten Preisreduktionen einiger Stromanbieter, die durchschnittlich vier Prozent betrugen und somit eine spürbare Entlastung für die Verbraucher bedeuteten, machen Hoffnung auf eine Ära sinkender Strompreise. Diese Chance auf dauerhaft günstigere Tarife wird jedoch durch die Einschätzungen führender Branchenvertreter gedämpft.

Ein wichtiger Faktor, der weiter fallenden Strompreisen entgegensteht, sind die Netzentgelte. Nachdem die Bundesregierung Ende 2023 einen geplanten Zuschuss an die Netzbetreiber gestrichen hat, kündigten diese eine signifikante Erhöhung der Entgelte an. Obwohl viele Stromanbieter zunächst zögerten, diese Erhöhung vollständig an die Endverbraucher weiterzugeben, ist langfristig mit einem spürbaren Anstieg der Stromkosten zu rechnen.

Die notwendigen Milliardeninvestitionen in das Netzinfrastrukturnetz lassen erwarten, dass die Netzentgelte zunehmend zu einem wesentlichen Bestandteil des Endkundenpreises werden. Diese Entgelte, die sowohl die Kosten für die Übertragungsnetze als auch für die lokalen Verteilnetze umfassen, könnten damit zur zentralen Stellschraube für die zukünftige Preisentwicklung auf dem Strommarkt werden.

Lohnt sich ein Anbieterwechsel?

Ein Wechsel des Stromanbieters wird häufig als effektive Methode angepriesen, um steigenden Stromkosten entgegenzuwirken. Das ist zwar grundsätzlich richtig, dennoch ist hier Vorsicht geboten – insbesondere bei Angeboten, die auf den ersten Blick besonders günstig erscheinen. Die Erfahrung hat gezeigt, dass Billiganbieter, die schnell in finanzielle Schwierigkeiten geraten können, nicht immer eine dauerhaft sichere Wahl sind. Diese Anbieter hatten sich in der Vergangenheit öfters verpflichtet, Strom zu Niedrigpreisen zu liefern – standen aber plötzlich vor dem Problem, selbst Strom zu deutlich höheren Tarifen nachkaufen zu müssen.

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Dennoch kann der Anbieterwechsel in vielen Fällen finanzielle Vorteile bieten. Allerdings gilt es zu bedenken, dass die Netzentgelte, die einen wesentlichen Teil der Stromrechnung ausmachen, von dieser Entscheidung unberührt bleiben. Im Jahr 2024 werden diese Gebühren bei allen Anbietern steigen, unabhängig vom gewählten Tarif.

Um bei den Stromkosten zu sparen, empfiehlt es sich, Vergleichsportale zu nutzen und sich bei den Verbraucherzentralen eingehend zu informieren oder eine Energieberatung in Anspruch zu nehmen. Grundsätzlich gilt es jedoch, ein besonderes Augenmerk auf die größten Stromverbraucher im eigenen Haushalt zu legen und so langfristig Strom zu sparen.

Oft ist es beispielsweise der Kühlschrank, die Klimaanlage oder die Heizungspumpe, die, insbesondere wenn sie veraltet ist, unnötig viel Energie verbrauchen. Ein Austausch gegen modernere, effizientere Modelle führt zu erheblichen Einsparungen und trägt dazu bei, die Gesamtkosten trotz steigender Preise zu senken.

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